Rückblick und Ausblick am Opfermoor

Der Förderkreis Opfermoor zog auf seiner kürzlichen Jahreshauptversammlung Bilanz über das vergangene Jahr. Dabei wurde auch über die Vorhaben des neuen Jahres diskutiert. Mit dabei waren Landrat Harald Zanker und der Vogtei-Bürgermeister Winfried Bötticher sowie weitere Gäste. Der Verein hat 67 Mitglieder, einschließlich der Fördermitglieder. Die Gemeinde Vogtei unterstütz das Opfermoor als Institution und fördert den Verein.

Ein Team des MDR dreht am Opfermoor für die Reihe "Unser Dorf hat Wochenende"

Ein Team des MDR dreht am Opfermoor für die Reihe "Unser Dorf hat Wochenende".

Der Vorsitzende des Vereins, Wolfgang Zeng, hielt den Rechenschaftsbericht. Der erste Höhepunkt im Opfermoor-Jahr ist immer das Ostereiersuchen für Kinder. Der Förderkreis bediente den Ausschank für die Erwachsenen. Laut Zeng war das Ostereiersuchen 2018 gut besucht. Zum Germanenfest am 20. und 21. Juli belebte von morgens bis abends Publikum das Festgelände. Die Germanen-Gruppen und die Gladiatoren sorgten für gute Unterhaltung erinnerte sich der Vereinsvorsitzende. Auch die Opfermoortage zum Tag des offenen Denkmals waren gut besucht. “Wir wissen, wir sind an einem solchen Tag nicht allein”, sagte Wolfgang Zeng in seinem Bericht. Zur Wintersonnenwende kurz vor Weihnachten war es sehr kalt. “Wir hatten einen winterlichen Touch, haben aber alles gut hinbekommen”, sagte Zeng.

Aber auch zwischen den großen Veranstaltungen sind Mitglieder des Förderkreises aktiv. “Zwei bis drei von uns haben jede Woche Dienst auf dem Gelände des Opfermoors”, stellt der Wolfgang Zeng fest. Die Mitglieder helfen bei der gastronomischen Versorgung der Gäste und betreuen die Kinder. Berühmt sind die Kuchen der Kaffeetafel, die der Verein am Opfermoor anbietet. Legendär die Brötchen aus dem Lehmbackofen. “Die vielen vielen kleinen Dinge, die nicht so sichtbar sind, dafür sind viele Leute nötig, zum Beispiel, das Zelt aufbauen”, sagte der Vorsitzende des Vereins. Zeng lobt, es helfe sehr, wenn Arbeit einfach gesehen und erledigt wird. Der Vorsitzende des Förderkreises Opfermoor: “Das alles ist mit den Festangestellten nicht zu schaffen!”

Im Jahr 2018 absolvierten die Mitglieder des Vereins mehr Arbeitseinsätze als im Vorjahr, berichtete später der Direktor des Museums, Norbert Kolar.

Der Förderkreis versucht immer, das Opfermoorgelände “wertmäßig” zu erhalten. Das stellt Wolfgang Zeng klar. Im vergangenen Jahr wurde viel geschafft: Die Zäune wurden erneuert, Weiden geschnitten und eingeflochten. Das Flechtwerk wurde komplett erneuert und das Dach über den Lehmbacköfen neu gebaut. Dazu kam die Erneuerung aller Heiligtümer bis auf eins. “Jetzt sind wir für die kommenden Jahre fertig, bis es wieder von vorn los geht”, sagte der Vereinsvorsitzende. Laut Wolfgang Zeng müssten die Dächer wieder für 20 bis 30 Jahre halten.

Ein Teil der Arbeiten an einem Heiligtum wurde vom MDR gefilmt. (Foto: Michael Zeng) Die Szene wurde gezeigt  in der Sendung “Unser Dorf hat Wochenende” über Niederdorla. Die Dreharbeiten leitete MDR-Redakteurin Jana Herold, zur Zeit der Dreharbeiten Pfeifer. Das Opfermoor ist sehr oft in verschiedenen Zusammenhängen im Fernsehen zu sehen.

Neben dem Engagement der Vereinsmitglieder freut sich der Verein über jede Hilfe. So ist der Förderkreis auch weiter in den Schüler-Freiwilligen-Tag eingebunden.

Vogtei-Bürgermeister Winfried Bötticher erklärte, die Gemeinde Vogtei unterstützt das Opfermoor als Institution. Wichtig ist der Gemeinde auch, den Verein, die Gemeinschaft, zu erhalten.

Der Leiter des Museums Norbert Kolar geht in seinem Bericht ein auf die Probleme mit der Hitze im vergangenen Jahr. “Wir hatten fünf Prozent weniger Besucher als 2016, das sind tausend Menschen”, zählt Kolar auf. Damit läge man aber noch besser als im Landesdurchschnitt bei den Besucherzahlen. Zwischen 30 bis 35 Prozent seien in Thüringen die Besucherzahlen von Sehenswürdigkeiten im Jahr 2018 zurückgegangen. Der Museumsdirektor zählte noch weitere statistische Angaben auf: Im vergangenen Jahr kamen mehr kleine Gruppen von 10 bis 20 Leuten. Dafür ging die Zahl der großen Gruppen zurück.

Der Museumsdirektor gab einen Ausblick für 2019: “Zum Römerfest kommen wieder die Gladiatoren und die Bronzegießer.”

Michael Zeng
Vogteizeitung.de