Neues Fahrzeug für DRK-Ortsgruppe Niederdorla

Die Niederdorlaer Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) bekam am Freitag, dem 28. September 2018, ein neues Fahrzeug im Wert von 78.000 Euro von der Kreisverwaltung überreicht. Das alte Fahrzeug war 26 Jahre lang im Dienst.

Neues Fahrzeug für das DRK Niederdorla

Vertreter der Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes in Niederdorla freuen sich über ihr neues Einsatzfahrzeug. Foto: Michael Zeng

„Wir hoffen auf wenig Einsätze und viele Übungsfahrten“, sagte Landrat Harald Zanker zur feierlichen Übergabe in der Leitstelle im Mühlhäuser Böhntalsweg. „Das neue Fahrzeug ist ein Dankeschön und zeigt unsere Wertschätzung für die Ortsgruppe Niederdorla, die sich auszeichnet durch eine hohe Mitgliederzahl und Qualität. Die Niederdorlaer sind wichtige Partner der Leitstelle“, erklärte der Landrat. Er ist auch oberster Dienstherr der Leitstelle. Der Fachdienstleiter des Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst des Unstrut-Hainich-Kreises ist Lutz Rösener.

„Wir können nicht mehr klein denken“, sagte der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Mühlhausen Michael Watterott. Am Tag nach der Übergabe des neuen Autos sicherte die DRK-Ortgruppe Niederdorla in Erfurt ein Fußballspiel und nahm an einer Großübung am Erfurter Hauptbahnhof teil. Dort wurde ein terroristischer Anschlag simuliert. „Man kann sich überregional auf uns verlassen“, erklärt Watterott. Im Unstrut-Hainich-Kreis sind zwei Kreisverbände des DRK aktiv.

„Mit dem neuen Krankentransportwagen Typ B ist Erste Hilfe de luxe möglich“, sagt Heiko Fuchs von der Leitstelle im Böhntalsweg. Es handelt sich um einen umgebauten Ford Transit, in dem drei Leute Platz finden. Das Fahrzeug wurde für den Katastrophenschutz ausgerüstet. Neben Geräten für die Notfallversorgung sind an Bord auch ein Kindernotfallkoffer und eine spezielle Absaugpumpe. „Die Pumpe kann für medizinische Zwecke eingesetzt werden, aber auch zum Aufpumpen von speziellen medizinischen Matratzen“, erklärt Fuchs. Im Unterschied zum reinen Rettungswagen verfügt ein Katastrophenschutzwagen auch über eine Anhängerkupplung. So können Sanitätsanhänger voller Material mitgeführt werden. Das vorherige Auto war auch ein Ford.

Reinhard Wolf von der DRK-Ortsgruppe Niederdorla sieht im neuen Fahrzeug „eine Errungenschaft, die wir als Wertschätzung für unsere Arbeit bekommen haben“. In Niederdorla hat das DRK 74 Mitglieder. Die Ortsgruppe kann eine komplette „1 zu 9“-Sanitätsgruppe stellen. Das sind ein Gruppenführer und neun Sanitäter. Zuerst fährt das Fahrzeug zum Ort des Geschehens, dann folgen die anderen DRK-Helfer mit anderen Fahrzeugen. „Wir sind gut aufgestellt, freuen uns aber immer über Zuwachs. Wir treffen uns jeden Montag um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Niederdorla.“

Übrigens: Der alte liebevoll gepflegte DRK-Robur-Lkw von 1989 bleibt fürs Herz und wird weiter gefahren. Alte Liebe rostet nicht.

Michael Zeng
Vogteizeitung.de