Soziales und Musik im Ehrenamt verbunden

Viola Koppe aus Niederdorla erhielt für ihre Verdienste im Ehrenamt den Ehrenpreis des Unstrut-Hainich-Kreises für das Jahr 2017.

Die Lobrede für Viola Koppe sprach Eberhard Schill als stellvertender Bürgermeister der Vogtei.

Preisverleihung im festlichem Ständesaal im Landratsamt am Mühlhäuer Lindenbühl

Landrat Harald Zanker überreichte ihr die goldfarbene Medaille im Ständesaal des Landratsamtes am Lindenbühl in Mühlhausen. Der Ständesaal ist holzgetäfelt und ein sehr repräsentativer Raum. Die Preisverleihung fand am 7. April statt.

Insgesamt wurden zehn Menschen geehrt für ihr ehrenamtliches Engagement. Die Laudatio, die Lobrede, für Viola Koppe hielt der stellvertretende Bürgermeister der Vogtei, Eberhard Schill, der Ortsteilbürgermeister von Niederdorla.

Die Liste der Ehrenämter von Viola Koppe ist lang. Seit 1982 spielt sie die Orgel in der Niederdorlaer Kirche. Drei Jahre später, 1985, rief sie den Niederdorlaer Gesangverein wieder ins Leben. Seit 32 Jahren leitet sie nun schon künstlerisch den gemischten Chor. Das ist der sehr musikalischen Frau nicht genug: Seit 1992 leitet sie den Mühlhäuser Seniorenchor, seit 25 Jahren also. Die Senioren sind ihre Fans. Sie schwärmen in den höchsten Tönen von ihrer Chorleiterin. Ebenfalls seit 1992 steht Viola Koppe dem Sängerkreis des Unstrut-Hainich-Kreises vor als Kreischorleiterin. Und dazu spielt sie seit drei Jahren ein Instrument im Musikverein Kammerforst. Von ihrem Organisationstalent und ihrer Kreativität profitiert auch der Freundeskreis Alte Orgel Niederdorla. Sie gehört zu den vierzehn aktiven Mitgliedern. Zu all dem sitzt Viola Koppe auch noch als Schöffin bei Verhandlungen im Landgericht.

Für Viola Koppe ist die Verbindung von Sozialem und Musik wichtig.

Als Laudator sagte Eberhard Schill: “Liebe Viola, wir Niederdorlaer sind stolz, weil wir Dich haben. (...) Solche Menschen wie Dich braucht unsere Gesellschaft, aber leider gibt es nicht mehr so viele davon.”

Wegen ihrer Verdienste wurde Viola Koppe 2016 eingeladen, am Staatsakt zum Tag der deutschen Einheit in Dresden teilzunehmen. Dabei gab es auch ein Treffen mit dem Bundespräsidenten Joachim Gauck.

Auch im Beruf ist Viola Koppe sozial. Hauptamtlich berät sie seit 1992 Menschen, die durch Schulden in Not geraten sind. Das tat Viola Koppe zuerst unter dem Dach des Vereins “Arbeiten und Lernen”, dem sie 1991 beitrat. Bald wurde sie die erste hauptamtliche Schuldnerberaterin des damaligen Kreises Mühlhausen. Ende 1997 wechselte die Niederdorlaerin zur Diakonie. Ihre Qualifikation lautet Fachkraft für soziale Arbeit.

Viola Koppe wuchs als Viola Kleinschmidt in der Vogtei auf. Das Abitur bestand sie 1979 mit Auszeichnung. Danach studierte sie an der Musikhochschule Franz Liszt in Weimar. Nach dem Studium arbeitete sie als Mitarbeiterin für Kultur in der LPG “Thomas Müntzer”.


Michael Zeng

Foto: Landratsamt