Deutsches Rotes Kreuz in Niederdorla

Auf der Hauptversammlung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Niederdorla konnte der Vorsitzende Reinhard Wolf wieder auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Mit 72 Mitgliedern ist der Niederdorlaer Ortsverein der größte im Kreis. Genau 870 Stunden verbrachten die Mitglieder mit der Absicherung von Veranstaltungen. Absichern heißt wachsam sein und einsatzbereit, wenn andere ausgelassen feiern und es sich gut gehen lassen.

Die Ausgezeichneten

Foto: Die sieben Kameradinnen und Kameraden bekamen die Katastrophenschutzmedaille des Thüringer Innenministers.

Gäste der Versammlung waren der Vorsitzende des DRK im Altkreis Mühlhausen und der Kreisbrandinspektor Lutz Rösener sowie von der Niederdorlaer Feuerwehr Christian Eisenhardt. Sie gratulierten sieben Niederdorlaer DRK-Kameraden zur Katastrophenschutzmedaille des Thüringer Innenministers. Drei Kameraden wurden ausgezeichnet für 50jährige Mitgliedschaft: Hans Georg (Hansi) Breitbarth, Dieter Wolf und Wolfgang Zeng. Neuer und alter Vorsitzender des DRK in Niederdorla ist Reinhard Wolf für weitere vier Jahre. “Wahrscheinlich ist das meine letzte Amtszeit”, erklärte Reinhard Wolf. Seit 1982 ist er im Amt.

Besonders stolz ist der Vorsitzende über die Beteiligung der Niederdorlaer an der Absicherung überregionaler Ereignisse. Den Kyffhäuserberglauf im April 2015 nannte Wolf gleich zuerst. Dort halfen die Niederdorlaer ihrem Partnerverein in Artern. Hilfe aus der Vogtei bekamen die Nordthüringer auch bei dem Event “See in Flammen” am Stausee Kelbra.

Die Absicherung des Bauernmarktes in Mackenrode geschah auf Bitten einer Niederdorlaer Firma. Im Gegenzug für die Hilfe durch das DRK unterstützen zwei regionale Firmen das Niederdorlaer Rote Kreuz bei der Reparatur und Unterbringung des DRK-Fahrzeugs, einem LKW Robur LO, Baujahr 1989. In Mackenrode wurde auch ein Seifenkistenrennen unterstützt.

Abgesichert hat das DRK in der Region unter anderem Waldfest und Wandertag der Laubgenossenschaft, das Seniorenfest in Oberdorla sowie das Römerfest am Opfermoor. Dazu kommen Feste von regionalen Unternehmen. Das zeigt die enge Zusammenarbeit und Unterstützung der regionalen Wirtschaft. Am Tag der offenen Tür in der KITA in Langula stellte sich der Niederdoraler Ortsverein vor. Auch bei der Mühlhäuser Kirmes und der Musikantenparade in Kammerforst halfen die Niederdorlaer DRK-Mitglieder bei der Absicherung der Veranstaltung. In Kammerforst erlebten die Leute vom Roten Kreuz, wie anstrengend Absichern sein kann. Von einem Gewitterguss wurden sie vollständig durchnässt. Die letzte Veranstaltung des Jahres, die es abzusichern galt, war das Benefiz-Konzert der Motorradfreunde im Kloster Anrode. Der Erlös ging an das Kinderhospiz Mitteldeutschland Tambach-Dietharz. Da half das DRK gern. Wichtig ist den Niederdorlaer Kameraden auch das Organisieren von Blutspendeaktionen.

Das Rote Kreuz hat in Niederdorla nicht nur seinen größten Ortsverein im Kreis, auch das Jugend Rote Kreuz hat im zweitgrößten Vogteidorf die meisten Mitglieder. Das lobte besonders der Vorstandsvorsitzende des DRK im Altkreis Mühlhausen Michael Watterott. Zehn Mädchen und zwei Jungen möchten gern im Gesundheitswesen arbeiten. Im Jugend DRK bereiten sie sich vor. Der Jahreshöhepunkt war für sie das Jugendcamp des DRK im Juli in Hallungen.

Text: Michael Zeng, Fotos: DRK Niederdorla