Unser Niederdorla hat Wochende

Von Freitag, dem 8. Juni, bis Sonntag, dem 10. Juni, filmten zwei Teams des MDR in Niederdorla. Die Fernsehleute fingen das Dorfleben im Vogteidorf ein. Die verantwortliche Redakteurin war Jana Pfeifer. Sie leitete das eine Team. Redakteur Frank Stuckatz, das andere. Jedes Dreh-Team bestand je aus einem Kameramann, Thomas Höfer und Falk Fleischer. Dazu kam im ersten Team die Kameraassistentin Monika Kuchnia und im zweiten Team der Kameraassistent Rene Fischer. Viele Vereine und aktive Einzelpersonen wirkten mit. Bei 15 aktiven Vereinen und vielen engagierten Menschen in Niederdorla fiel die Auswahl schwer. Der Film durfte nur eine halbe Stunde dauern.

Unser Niederdorla hat Wochenende

Das Ergebnis war am Sonntag, dem 24. Juni, zu sehen in der MDR-Reihe: “Unser Dorf hat Wochenende”. Im Schenksaal im Landhotel Am Mittelpunkt kamen viele Akteure mit ihren Familien und Freunden zusammen, um den fertigen Film gemeinsam anzuschauen. Jana Pfeifer war auch dabei. Sie hatte ihre Familie mitgebracht. Eine solche Premiere mit über 60 Zuschauern hatte die MDR-Redakteurin noch nicht erlebt. Gerührt bedankte sie sich bei allen für die gute Zusammenarbeit und die Gastfreundschaft im Dorf. Immer wurden die Leute vom Fernsehen gut bewirtet, mal mit Kaffee und Kuchen, mal mit Abendessen.

Ein Dank geht auch an das Team des Landhotels und an Olli S. Adam und Constance Unger für den Aufbau der Technik zum gemeinsamen Anschauen des Films.

Wie kam der MDR nach Niederdorla?

Im Frühsommer 2017 hatten Eberhard Schill und Michael Zeng die Idee, wieder mal das Fernsehen nach Niederdorla zu holen. Zum großen Mittelpunktfest 2016 hatte das leider nicht geklappt. Die Sendereihe Unser Dorf hat Wochenende bot eine neue Chance. Die Sendung sollte Jana Pfeifer machen. Ihre Sendung über den Tag der Vereine 2014 war im Dorf gut angekommen. Nach vielen Telefonaten verfasste Michael Zeng eine Bewerbung. Im August 2017 unterschrieben Michael Zeng als Redakteur der Vogteizeitung und Eberhard Schill als Ortschaftsbürgermeister und dann ging die Bewerbung auf die Reise nach Erfurt zur Chefin der Dorf-Reihe Eva Hempel. Erst im November kam die Zusage. Jana Pfeifer würde drehen.

Was nun begann ist typisch für Niederdorla. Unter Leitung von Eberhard Schill und Wolfgang Zeng setzten sich die Vereine und aktive Einzelpersonen zusammen und machten einen Plan. Jeder brachte sich ein. Michael Zeng hielt Kontakt zum MDR. Im Februar luden die Vereine Jana Pfeifer ein, um mit ihr den Zeitplan und das Konzept der Sendung zu besprechen. Die Sendung sollte das normale Dorfleben einfangen. Es durfte nichts extra gemacht werden oder kein Fest gefeiert werden. Alles sollte auch ohne Fernsehen stattfinden. Aktivitäten der Vereine, die sonst während der Woche stattgefunden hätten, durften aber auf das Wochenende gelegt werden. Nach und nach wuchs die Liste mit möglichen Aktivitäten, die der MDR filmen könnte. Am Donnerstag, dem 24. Mai, kam Jana Pfeifer mit einem Fernsehteam nach Niederdorla, um letzte Absprachen am Ort zu treffen.

Unser Dorf hat Wochenende

Dann kamen die Tage des Drehs. Als Redakteur der Vogteizeitung durfte ich an allen drei Drehtagen das Team um Jana Pfeifer begleiten. Das möchte ich gern als Michael Zeng direkt berichten:

“Es war großes Kino, drei Tage lang mit dabei gewesen zu sein und zu erleben, wie ein ganzes Dorf mitgemacht hat und dabei war. Mein Dorf.

Und als ich erfuhr, ich darf was reden im Film, da wurde mir bang. Ich wisst ja, dass ich stottere. Zwei Dinge haben mir geholfen: Ein ganzer Verein ließ mich fünf Prinzenreden halten, da schaffe ich das auch. Ich möchte dem Verein hier mal öffentlich danken.

Und zweitens: Das ganze Drehteam des MDR half mir: Jana, die Redakteurin, Thomas, der Kammermann, und Monika, die Tontechnikerin und Kameraassistentin. Die sagte mir nach den Aufnahmen: 'Das hast Du souverän gemacht.' Donnerwetter. Da war alles gut. Danke an das gesamte Team.

Und Hut ab, wie die das drei Tage lang durchgehalten haben mit dem Filmen und immer auf Posten sein und immer Qualität zu liefern: Termine einhalten, Technik rumschleppen, auf Zack sein. Auf Menschen und Situationen achtsam zu reagieren. Hut ab.

Der größte Mega-Star des Films: Das war mein Dorf Niederdorla mit seinen Menschen.

Und dieses gemeinsame Kucken ist ja auch wieder mal großes Kino. Unser Hainichwald sollte Hollywood heißen.”

So wie mir ging es auch den anderen Akteuren. Anika Pohl vom Niederdorlaer Carneval Club berichtete über den Dreh während einer Probe zum NCC-Sommertheater: “Die Dreharbeiten waren angenehm. Wir haben unser Ding gemacht. Die Leute vom MDR waren als ob sie dazugehörten. Nach dem Dreh haben wir zusammen Kaffee getrunken. Wir haben einfach geprobt und es war nicht so, als ob das Fernsehen dabei war.” Die Probe des NCC besuchte das Team um Frank Stuckatz.

Während des Drehs bei Karin Liebetrau fand die verantwortliche Redakteurin Jana Pfeifer Zeit für ein Statement:

“Ich war für die Dreharbeiten positiv gestimmt, weil die Recherche so toll gelaufen ist. Es gab so viele Ideen und Vorschläge. Da spürte man das Warmherzige und dass wir vom MDR willkommen sind. Ich wusste vom Tag der Vereine, dass es sehr herzlich wird in Niederdorla.”

Zu den Dreharbeiten in Niederdorla sagte Jana Pfeifer: “Die Menschen hier waren offen für das Konzept der Sendung. Es ging darum, ein Wochenende in Niederdorla zu erleben. Dabei rankt es sich ja nicht alles um touristische Sehenswürdigkeiten, obwohl wir die mit eingebunden haben, wie zum Beispiel das Opfermoor. Außerdem ergaben sich am Ort viele Gelegenheiten für gute Drehs.” Eine solche Gelegenheit war, als plötzlich Frauen von der Volkssolidarität den Kindern an der Waldschänke leckeres Eis vorbei brachten. Das war auch eine Überraschung für das Team vom MDR.

Die Redakteurin bestätigte: “Die Dreharbeiten in der Hitze waren sehr anstrengend. Aber die Gastfreundschaft, die Offenheit und die Annahme haben es uns leicht gemacht.”

Beeindruckt war die Fernsehfrau vom Dorfleben: “Die Gemeinschaft ist wirklich da. Wir haben Zugezogene kennengelernt, die sich in Niederdorla angenommen fühlen. Sie sind selbst aktiv geworden und haben sich Aufgabengebiete geschaffen.”

Das ganze MDR-Team schwärmte von der Zeit in Niederdorla. Jana Pfeifer fasst zusammen: “Wir wurden liebevoll versorgt und umsorgt. Das kennen wir nicht von jedem Dorf-Dreh. In Niederdorla wurde sich ganz toll um uns gekümmert. Das war ganz toll für das ganze Team.”

Unser Dorf hat Wochenende

Was wurde gezeigt?

Die Sendung begann mit den Kindern des Kindergartens, die beim Bau einer Waldschänke am Mittelteil helfen. Die Waldschänke oder Sitzraufe wurde mit dem Erlös des Tags der Vereine finanziert. Dann kamen nach und nach die anderen Akteure ins Fernsehbild: Matthias Zenge als Dachdecker und Ballonfahrer und die Volkssolidarität mit Vorbereitung und Betreuen einer Blutspendeaktion. Viele Niederdorlaer kamen.

Am Opfermoor wurde gezeigt, wie das Weidengeflecht um einen Altar erneuert wird. Familie Koppe wurde vom Frühstückstisch zur Chorprobe begleitet. Danach war die Chorprobe selbst zu erleben.

Bei Karin Liebetrau wurde die Zubereitung von Geschmink gefilmt. Auch beim gemeinsamen Essen mit Gästen war das Fernsehen dabei. Natürlich war nach dem Dreh das Team vom MDR zum Geschmink eingeladen.

Anschließend ging´s zum Arbeitseinsatz des Orgelkreises in der Kirche. Nebenan auf dem Friedhof wurden historische Grabsteine restauriert und neu gesetzt. Erhard Stiefel war hier in Aktion zu sehen.

Und zur gleichen Zeit drehte das zweite Team eine Probe zum NCC-Sommertheater. Das zweite Team fing am frühen Morgen die malerische Stimmung am Torfstich ein.

Mit Namen und Aussagen im Fernsehen gezeigt wurden: Matthias Zenge, Eveline Schlink, Eberhard Schill, Michael Zeng, Gabi Fett, Viola Koppe, Dieter Möller, Tristan Koppe, Karin Liebetrau, Günter Schlaffke, Doris Schulz, Erhard Stiefel, Volkmar Dietzel, Karolin Schill, Jens Ackermann, Robert Lauberbach und andere vom NCC und vom Orgelkreis.

Aus dem Publikum kam immer wieder die Meinung: “Das war nicht so was Zusammengeschnittenes. Das war flüssig und flott und schön gemacht.”

In Kammerforst hieß das: “Da habt ihr aber wieder eine große Show abgezogen.” Richtig! Wir sind Nemdorlsche.

Die Sendung ist bis zum 24. Juni 2019 in der Mediathek des MDR zu finden.

Michael Zeng
Vogteizeitung.de