Oberdorlaer Bläserkreis gestaltet Christmette

Sechs Kinder aus der Grundschule Vogtei, musizierten unter Obhut ihres Mentor Martin Melzer (77) in der Christmette im größten Vogteidorf. Seit 1967 leitet Martin Melzer den evangelischen Bläserkreis in Oberdorl. In diesem Jahr gab der Bläserkreis sein 50. Adventskonzert in der Kirche „Peter und Paul“. „Großen Anteil an der Gründung hatte damals unser Pfarrer Sieghard Liebau. Auch viele Eltern haben sich in dieser Zeit gewünscht, dass ihr Kind ein Instrument lernt“, sagt der mittlerweile 77-jährige Melzer.

Im Jahr 2002 wurde der Musiklehrer pensioniert. Seit dem lehrt Melzer Grundschülern in Oberdorla das Spielen von Blechblasinstrumenten. Er verrät: „Etwa jedes dritte Kind hält durch.“ Zur Belohnung darf es dann im Bläserkreis der Großen mitspielen. 

Auch ältere Menschen möchten ein Blasinstrument spielen können und lernen das bei Martin Melzer.

Zweimal waren die Oberdorlaer Bläser bei gesamtdeutschen Bläsertreffen dabei. Im Jahr 2006 nahmen sie teil am deutschen evangelischen Bläsertag in Dresden. Dort waren sie Teil einer 22417 Musiker großen Gruppe. Das war Weltrekord.

Im Bläserkreis musizieren etwa zwölf Musikerinnen und Musiker. Sie spielen im Sommer zu Serenaden, zu Heimatfesten, zur Reformationstag und zum Martinstag.

Gern musizieren sie auch in Altenheimen: „Damit bringen wir die Musik zu den Menschen, die einst unser Stammpublikum waren“, sagt Melzer.

Melzer erhielt 2011 die Kuhlo-Medaille. Das ist die höchste Auszeichnung für kirchliche Posaunenarbeit. Eberhard PeterseimWerner Labitzke, Wolfgang Karmrodt und Horst-Peter Fett wurden in diesem Jahr, 2017, ausgezeichnet für 50 Jahre musizieren im Oberdorlaer Bläserkreis. 

Vgl. Thüringer Allgemeine, 23.12.2017