Römerfest zum 25. Jubiläum des heutigen Opfermoors

Die Römer und Germanen wechseln sich jährlich ab am Opfermoor. Zum 25. Jubiläum des heutigen Opfermoors feierten die Römer mit den Vogteier Germanen und Gästen. Am Sonnabend, dem 22. Juli, kamen rund 500 Gäste, am Sonntag waren es 800 Besucher. “Das ist recht ordentlich”, sagte Wolfgang Zeng vom Freundeskreis Opfermoor.

Die Römer waren in Germanien stets wachsam!

Die Römer mussten im Germanien des 3. Jahrhunderts nach Christus stets wachsam sein. Hier beschützen Legionäre einen Beamten.

Jeder römische Haushalt hatte eine Chefin. Mit Sklaven und anderen Bediensteten waren römische Haushalte kleine Unternehmen.

Vorsteherinnen römischer Haushalte. Das waren oft kleine Unternehmen. In rot zwei Hausherrinnen des 3. Jahrhunderts, in der Mitte eine des 1. Jahrhunderts nach Christus. 

Die “Römer” sind Menschen, die in ihrer Freizeit wie die alten Römer leben, möglichst authentisch. Das ist ihnen wichtig. Sie stellen Händler, Legionäre und Handwerker dar. Authentisch heißt: Ihre Kleidung, Werkzeuge, Waffen und Waren sind möglichst nahe an ihren historischen Vorbildern. Spezialisiert haben sich die meisten auf das dritte Jahrhundert nach Christi. Das ist immerhin über 1700 Jahre her.

“Wir freuen uns, wenn wir ein großes Spektrum der römischen Gesellschaft zeigen können. Diesmal sind sogar Gladiatoren mit dabei”, sagt Wolfgang Zeng vom Freundeskreis Opfermoor. Die Gladiatoren kamen aus Hamburg. Die Feste am Opfermoor haben einen guten Ruf unter den “Römern” und “Germanen” und ihren Gästen vom Anfang des 21. Jahrhunderts.

Die authentischen Römer haben ihre Zelte rund um das große Wohnstallhaus aufgebaut. Wer wo steht, das regelt Norbert Kolar vom Museum am Opfermoor. “Zur allgemeinen Zufriedenheit”, sagt Wolfgang Zeng. Zur Einstimmung laden die Opfermoor-Leute die Römer ein zu einem gemeinsamen Frühstück. Eine gute Grundlage für gute Zusammenarbeit. In der Nähe der Darsteller hatte auch Kräuterfrau Ines Welsch ihren Stand. Sie verschwand fast hinter den riesigen Königskerzen, die über zwei Meter hoch wuchsen.

Zwei Tage lang haben fast zehn Leute vom Opfermoor und Freunde das Fest vorbereitet. Es gibt viel zu tun. “Das fängt beim Einkaufen an”, sagt Zeng.

Zu essen gab es neben Spezialitäten aus früheren Zeiten auch Fische aus dem See am Opfermoor. Der Mühlhäuser Angelverein hatte sie gefangen, zubereitet und angeboten.

Am Samstag schauten Landrat Harald Zanker und die Bürgermeister der Vogtei vorbei. Landrat Zanker spendete dem Opfermoor 700 Euro.

“Mit den Spenden und Zuschüssen haben wir viel erreicht”, sagt Wolfgang Zeng. In den vergangen Monaten wurden Dächer neu gedeckt oder errichtet. Außerdem wurden vorhandene Gebäude neu verkleidet. So wurden für 30.000 Euro Schilfdächer neu gedeckt, das Dach über den Lehmbacköfen erneuert und der Wetterschutz für Besuchergruppen verbessert. “Wir möchten Aha-Effekt erzeugen”, sagt Zeng.

Finanzielle Förderung gab es auch vom Land Thüringen. “Das bedeutet Anerkennung”, freut sich Zeng. Der Vereinsvorsitzende berichtet stolz: “Bis jetzt konnten wir alle Rechnungen bezahlen.” Wir wollen damit dem Verein “kein Denkmal setzen”. Ziel ist: Das Opfermoor soll langfristig weniger Unterstützung von der Gemeinde nötig haben.

Zu den Fotos: Reiche Römerinnen, Gladiatoren und Legionäre tummelten sich am Opfermoor.

Michael Zeng