Vogteier - Sommermärchen wurde wahr

Das erste MDR-Sommermärchen aller Zeiten startete am Sonnabend, dem 9. August, im Plaumpa-Land am Vogteier Meer. Vereine, Schulen, Kindergärten und andere Gruppen aus den drei Vogteidörfern hatten vier Stunden Zeit, eine Skulptur aus Sand zu bauen

Abstimmung zum Vogteier Sommermärchen

Das erste MDR-Sommermärchen aller Zeiten startete am Sonnabend, dem 9. August, im Plaumpa-Land am Vogteier Meer. Vereine, Schulen, Kindergärten und andere Gruppen aus den drei Vogteidörfern hatten vier Stunden Zeit, eine Skulptur aus Sand zu bauen.

Am 16. August passiert das nochmal in Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt) und am 23. August in Boxberg in Sachsen. Die MDR-Zuschauer küren zum Schluss den Sieger. Das Abstimmen funktioniert über das Telefon, siehe Grafik. Die Abstimmung läuft vom 25. August 2014 16:20 Uhr bis zum 28. August 2014 17:10 Uhr unter Telefonnummer: 0137 10 11 001 und online auf www.mdr.de

Schon jetzt gewonnen haben die Menschen aus Langula, Niederdorla und Oberdorla, die sich beteiligt haben, um ein Sommermärchen wahr werden zu lassen. Gemeinsames Tun gewinnt immer. Wir sind Vogteier! Eine Liste aller Unternehmen und Vereine und anderer Unterstützer finden Sie am Schluss dieses Artikels.

Die Skulptur aus Sand, mit der die Vogteier ins Rennen gehen, besteht aus drei Kleeblättern. In der Mitte erhebt sich die Göttin Diana aus einem Podest heraus. Die Statue ist der “kleinen Göttin” des Opfermoors nachgebildet. Geschaffen haben die Göttin aus Sand Andreas Kreddig und Pawel Baginski. Eine Schalung wurde mit Sand gefüllt. Der Sand wurde verdichtet. Dann wurde die Schalung abgenommen. Oh Schreck! Die Göttin hatte keine Nase. Aber fachmännisch wurde der Schaden behoben. Mit Sand geht das. Der Sand kam aus dem Brandenburgischen.

Die Kleeblätter sind umrahmt von 300 Sandfiguren aus umgedrehen Eimerchen, die die Kinder der Vogteier Kindergärten geschaffen haben. Für jedes Sandeimerchen bastelten die Kindergartentanten und Helferinnen Kleeblätter aus grünem Papier. Das sah toll aus. Ständig mussten die Zylinder aus Sand feucht gehalten werden.

Die großen Kleeblätter der Skulptur wurden gefüllt mit Sandfiguren, die die Vereine und andere Gruppen schufen. Jede Sandfigur zeigte ein typisches Gerät der Vereine: Feuerwehrschlauch, Kuchen, Zielscheibe, Wappen, Logos, Zeichen, Gebäude am Opfermoor. In einem Kleeblatt prangte eine akkurate Wiedergabe des Mittelpunktes, mit Linde, Steinaltar und Mittelpunkt-Stein. Im Artikel der Thüringer Allgemeinen von Claudia Bachmann vom 11. August ist das gut beschrieben. Der Artikel kann in der www.vogteizeitung.de gefunden werden. Dort werden bald auch Fotos vom Sommermärchen zu sehen sein.

Schlag elf sollte es losgehen mit dem Sommermärchen. Bis 15 Uhr mussten die Skulpturen stehen. Es sollte einen echten Startschuss geben. Laut zählten MDR-Moderatorin  Anja Koebe und Publikum von zehn herunter. Neun, acht, (...) drei, zwei, eins... und: Kein Bum aus der Gaskanone. Immer wieder hatte der Wind die Gasflamme ausgeblasen. Anja Koebel: “Ne, ohne Knall geht´s ne, oder?” Sie kommt aus Dresden und arbeitet in Leipzig. Nach dem dritten Runterzählen ging´s dann doch los. Der oberste Schütze aus Niederdorla, Ralf Meier blieb cool.


MDR-Sommermärchenfee Anja Koebel freute sich über die Atmosphäre am Stausee: “Die Begeisterung hier ist echt und authentisch. Wir haben viel Spaß gehabt, dabei zu sein.” Sie sprach für alle Fernsehleute: “Heute sind wir auch Vogteier!”

MDR-Moderatorin Peggy Patzschke meinte: ”Alle hier sind herzliche Leute und gut drauf. Und die Gegend ist sehr schön.”

Zweimal kam der Regen. Gott sei Dank wurde es kein Dauerregen. Die Sandfiguren wurden rasch mit Folien geschützt. Die Menschen flohen unter Dächer und Schirme oder harrten aus. Vogteier sind halt nicht aus Pappe. Davon ist Moderatorin Patzschke begeistert: “Es ist so toll, wie hier alles weitergeht, trotz Regen.”

Der Bürgermeister Winfried Bötticher und die drei Ortsbürgermeister Eberhardt Schill, Thomas Golebniak und Ronny Karmrodt, waren glücklich und ganz aufgedreht. “So ein schöner Tag”, freute sich Bötticher. Für die vier Bürgermeister gab es viel zu regeln und zu organisieren. Sie haben sich auch am Bau der Sandskulpturen beteiligt. So gestaltete Eberhard Schill mit seinen Freunden das Gelände um den Mittelpunkt aus Sand nach. Sogar eine echte Linde wurde aufgestellt. “Okuroat, wie mey soin.”

Vogtei-Bürgermeister Bötticher: “Es hat mir unheimlich gut gefallen, vor allem das Zusammenspiel aller Beteiligten.”

Alle Vogteier bedanken sich für die Gestaltung der Diana als Hauptfigur der Sandskulptur bei Andreas Kreddig und Pawel Baginsk sowie für Entwurf und Gestaltung des Gesamtmotivs bei Katrin Hildebrandt.

Leider kann ich hier nicht alle nennen, die sich eingebracht haben und ihren Beitrag geleistet haben. Dazu wäre eine Sonderausgabe des Vogteiechos nötig. Deshalb stehen die folgenden Namen stellvertretend für viele Menschen. Vogtei - Das sind wir alle!

Wir danken Heike Conrad und Ingo Irovsky  sowie von der Vogteischule Oberdorla: Ursula Schütz und anderen sowie den vier Vogteier Kindergärten mit ihren Leiterinnen und allen beteiligten Vereinen. Lecker gegessen und getrunken haben wir dank der Verpflegung von Udo Stephan und Klaus-Dieter Koch. Die Technik und Logistik an der Bühne meisterten Torsten Böhm, Christoph Beyerhaus und Bodo Dietrich. Dank auch ihnen. Den Bühnenaufbau leistete der Langulaer Carneval Club (LCC) mit dem Vorsitzenden Bodo Dietrich.

Mit einem bunten Vogteier Bühnenprogramm begeisterten Peter Koppe und der Musikverein Kammerforst sowie die Gruppe Taktlos, die Band Crush aus Schmalkalden. Wolfgang Zeng (nicht der Lehrer) aus Niederdorla unterhielt mit Schnurren aus Geschichte und Gegenwart der Vogtei. Für das Unterhaltungsprogramm der Regelschule Langula verantwortlich war Silvia Jander.

Den Schwung des Wilden Westens ins Geschehen brachten die Line Dance Gruppen aus Niederdorla und Oberdorla. Von der Bühne aus und von allen Schauplätzen moderierten: Christine Dietrich, Gerd Gräbedünkel und Jens Hochheim. Nur Anja Koebel vom MDR schwebte über ihnen und das auch nur im Feuerwehrkran.

Die Vogteier Moderatorin Christine Dietrich: “Ich bin sehr beeindruckt vom Sommermärchen. Das ist die erste gemeinsame Sache der drei Vogteidörfer. Das Ergebnis ist toll. Es war ein Projekt, das keine Gemeinde allein geschafft hätte.”

Lorbeeren bei der Organisation des Triathlons gewannen: Erhard Klaus und seine Helfer vom 1. Schwimm- und Gesundheitsverein Mühlhausen sowie Volkmar Dietzel.

Das 6. Beachvolleyball-Turnier brachten Michael Hildebrandt und Freunde an den Strand des Vogteier Meers. Diesen Wettkampf gibt es genauso lange wie den Triathlon. Tolle Sache!

Nähere Informationen zu den Ergebnissen beider Sportveranstaltungen folgen auf der Webseite www.vogteizeitung.de

Für die Absicherung der Veranstaltung danken wir: den freiwilligen Feuerwehren der drei Orte und dem DRK Niederdorla und Oberdorla. Die mussten den Tag in Uniform verbringen und konnten kein kühles Udo-Stephan-Bier genießen.

Für die Vorbereitungen der Veranstaltungsfläche setzten sich ein die Mitarbeiter des Bauhofes der Gemeinde Vogtei.

Auch Dank an alle Sponsoren. Ohne Moos ist auch am Stausee nix los.

Und nicht zuletzt danken wir Vogteier dem Ideengeber, Veranstalter und Medienpartner:
den beiden Teams vom Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) mit Aiko Gruetzemann, Jana Pfeifer, Julia Langguth, Anja Koebel, Peggy Patzschke und den Assistenten, Kameraleuten und Technikern im Hintergrund.

Anja Koebel ist nun unsere Vogteier Sommermärchen-Fee und bei Jana Pfeifer glaubt man: Sie wohnt schon fast in Niederdorla. Stellvertretend für alle bekam Jana Pfeifer eine Urkunde über ihren Besuch am Mittelpunkt. Sie meint: “Bei uns ist haften geblieben: Es war tatsächlich ein Gemeinschaftsprojekt. Mit Herzblut und Vogteier Gelassenheit wurde was Tolles auf die Beine gestellt. Die Vogteier waren ehrgeizig, aber nicht verbissen. Vielleicht ist entspannt-ehrgeizig das richtige Wort.”

Mittelpunkt zu sein, das liegt nicht nur an den Berechnungen zweier Professoren aus Dresden und Göttingen, das liegt an uns Vogteiern selber. Wir Vogteier sind der Mittelpunkt.

Fotos vom Geschehen werden bald zugänglich sein. Weitere Berichte und Fotos gibt es auf jeden Fall in der www.Vogteizeitung.de.

Michael Zeng