Schützenfest und Tag der Vereine - Ganz Niederdorla hat gefeiert!

Der Niederdorlaer Schützenverein lud am Sonnabend, dem 26. Juli 2014 zum Schützenfest auf den Anger. Am folgenden Tag stellen sich die Vereine vor. Engagierte Familien hatten ihre Höfe geöffnet. In ganz Niederdorla war wieder was los. Und der MDR hat gedreht. Das Team um Jana Pfeifer wurde vom Ortsteil-Bürgermeister Eberhard Schill durch Niederdorla geführt von elf Uhr bis gegen fünf. Der Dreh wurde gemacht im Rahmen des MDR-Sommermärchens am 9. August.

Tag der Vereine in Niederdorla 2014

(Auf dem Foto lesen Gabriele Fett (links) und Constance Unger den Text auf dem Stein.)

Neben vielen Vogteiern besuchten das Fest auch Gäste aus den beiden Partnerkommunen Weisenheim am Berg und Rennerod im Westerwald. Das war Anlass genug, um auch den verschönerten Anger feierlich zu eröffnen. Als Vorsitzender der Laubgenossen enthüllte Wolfgang Plaß einen Gedenkstein. Der Stein ist beschriftet. Auf der einen Seite listet er die Sponsoren der Angerverschönerung auf, auf der anderen Seite zeigt er einen kleinen Text über die Geschichte des Ortes.  “Haben wir nicht einen schönen Anger”, rief Ortsteilbürgermeister Eberhard Schill (SPD). Tosender Beifall war Antwort genug.
 
Schill bedankte sich bei allen, die geholfen haben beim Schützenfest und dem Tag der Vereine. Besonders erwähnte er Wolfgang Zeng, der die Fäden in der Hand gehalten hat.  Der Renneröder Altbürgermeister Hans-Jürgen Heene ermunterte die Niederdorlaer: “Nutzt diesen schönen Anger für viele Feste”,
 
Der Schützenkönig 2014 heißt Oliver S. Adam. Darauf spendierte er dem Verein ein Fass Bier und feierte auf seinem Grundstück. Adam traf die Krone vom Holzadler. Der Adler hält in seinen Klauen ein Zepter und einen Reichsapfel. Das Zepter traf Horst Hellmund. Damit wurde er Erster Ritter. Mit einem Treffer auf den Reichsapfel holte sich Fritz Dreßler den Titel Zweiter Ritter. Dreßler wurde auch Meister des Vereins beim Schießen auf Scheiben. Der Vorsitzende Ralf Meier und Schütze Dirk Ackermann erläutern die Philosophie der Schützen: “In unserem Verein steht der sportliche Gedanke im Vordergrund aber auch die Tradition, wie unsere Uniformen”. Gerockt hat das Fest die Band Yellow.
 
Den Tag der Vereine eröffnete Günter Baumgardt mit seiner Ausstellung. Der über 70-Jährige wuchs in Niederdorla auf. Aber seit 50 Jahren lebt er in Mecklenburg. Baumgardt ist ein Künstler, aber er möchte nicht als Künstler gelten. Der gelernte Restaurator betont immer wieder, er sei künstlerischer Handwerker. Aber Baumgardt ist doch ein Künstler. Über 30 Exponate, Gemälde, Zeichnungen, Installationen aus vielen Materialien zeigen das. Meist blitzt deftiger Humor durch. So beim Zyklus von Bildern der Dorfschenke. Die Bilderreihe beginnt mit einer realistischen farbigen Ansicht des Gasthauses und endet mit der “besoffenen Schenke”, einem verschwommenen Gebilde aus Strichen. Diese Bilder seien schon Kunst, gibt Baumgardt zu. Auch die Zeichnungen von Schweinehunden zeigt das: Vorne Schwein, hinten Hund.
 
Über 15 Vereine, Gruppen und Familien machten den Tag der Vereine zum Fest des ganzen Dorfes. Die Familien Görmar und Nöthling öffneten ihre Höfe und boten Speisen und Getränke und Unterhaltung. Bei Nöthlings gab es den berühmten Pfälzer Saumagen und bei Görmars Pfälzer Wein aus Weisenheim. Beide Köstlichkeiten hatten die Weisenheimer Freunde mitgebracht. Dazu zeigten Annett und Christian eine Diashow über die Geschichte ihres Hofes. Punkt zwölf ertönte die Sirene. Die Vogteier Feuerwehren rückten zu einer öffentlichen Übung aus, die Christian Eisenhardt kommentierte. Es “brannte” gegenüber vom Kindergarten. Im Kindergarten gab es später auch eine Lesung für Kinder und Eltern. Es las die Buchautorin und Fotografin Kirsten Seyfart.

Die Landfrauen boten im Dorfgemeinschaftshaus Kuchen und Vogteier Geschmink. Auf dem Anger ging es flott zu beim Linedance mit Schorsch und der Volkssolidarität. Im Kirchgang zeigte die Ortsgruppe vom Roten Kreuz ihr Können. Auf dem Pfarrhof sammelte der Freundeskreis der Alten Orgel Spenden für die Reparatur der Alten Orgel. Dazu wurde diesmal ein Flohmarkt geboten. Viele lustige oder nützliche Dinge gingen weg für Spenden.

Der Geflügelverein zeigte im Hof der Familie Görmar über zwölf verschiedene Hühnerrassen. Die Stars waren allerdings die flauschigen gelben Kücken. Der Jugendclub lud zum Tischfußball-Turnier. Gewonnen hat das Team „Feuchtgebiete“ mit André Martin und Eike Krieg.

Mit dabei war auch der NCC. Der hatte die Kegelbahn geöffnet. Der Gartenverein unterhielt sein Publikum mit Blasmusik in der Gartenschenke.

Michael Zeng