Vogteier Ballonfahrer zum wiederholten Mal auf Weltmeisterkurs

Matthias Zenge fährt bis an die russische Grenze

Es nennt sich Qualifizierungsfahrt, ist aber ganz schön aufregend für die beiden Ballonfahrer Matthias Zenge und seinen Mitfahrer Benjamin Eimers. Sie starteten in Gladbeck, im Ruhrgebiet, fuhren über Norddeutschland und Finnland bis kurz vor die Grenze zu Russland. Insgesamt 61 Stunden und 35 Minuten waren sie unterwegs. Am Freitagabend, 19. Oktober, ging es los, nachts überquerten sie die Ostsee. Samstag fuhren sie dann an Stockholm vorbei, bis sie am Sonntag landeten. Schwierig war es, immer das Wetter im Auge zu behalten. Denn das kann Freund oder Feind der Ballonfahrer sein. Dabei ist es wichtig, welcher Luftraum am günstigsten ist. Manchmal muss der Ballon sogar ausgebremst werden, damit er nicht zu schnell wird. In der Dunkelheit müssen Ballonfahrer besonders gut aufpassen und auf keinen Fall zu tief kommen, damit eventuelle Hindernisse überfahren werden können.

In Finnland gab es auch noch Probleme für eine Landung. Viele Seen und Wälder bedecken das Land im Norden Europas. Die Grenze zu Russland ist nicht mehr weit. Beim Überfahren der Grenze hätte es Schwierigkeiten geben können, ist der Ballonpilot Matthias Zenge überzeugt. Es war also unbedingt nötig, vorher zu landen. Doch es gelang am Sonntagmorgen auf dem Flugplatz in Finnland.

Im Jahr 2014 war Matthias Zenge Weltmeister. Den Titel strebt er auch für das kommende Jahr an. Im vorigen Jahr hatte es wegen kleinerer Fehler nur zu Platz drei gereicht. Das soll beim nächsten Wettbewerb nicht mehr passieren. Wir drücken ihm die Daumen.