Vogteier absolviert die längste Ballonfahrt

Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2018 in der Schweiz

Zusammen mit seinem Partner Benjamin Eimers aus Duisburg bewältigte der Niederdorlaer Matthias Zenge die längste Ballonfahrt in Deutschland seit 1914. Von Gladbeck im nördlichen Ruhrgebiet ging es ins südspanische Jerez de la Frontera, nur wenige Kilometer von Gibraltar entfernt. Die beiden Ballonfahrer schafften die Reise in 45 Stunden und 45 Minuten. Der 55-Jährige fährt seit 2004 mit seinem Ballon. Mittlerweile hat er schon über 1000 Fahrten hinter sich. Besonders stolz ist er auf seinen Sieg bei den Weltmeisterschaften 2014 und natürlich auf die Silbermedaille ein Jahr später. Mit der langen Fahrt kurz vor Weihnachten 2017 gehört er zu den besten Ballonfahrern in Deutschland. Das war eine gute Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft 2018 in Bern.

Matthias Zenge plant schon für die nächsten Ballonfahrten. Nordafrika oder auch Norwegen könnten Ziele sein. Das hängt nur vom Wind ab, wohin der Ballon getrieben wird. Gegen die Kälte der Nacht schützten sie dicke Daunenjacken. Tagsüber war es jedoch schön warm im Ballonkorb.

Matthias Zenge ist auch froh darüber, dass das Team so gut zusammenhält. Denn zwei Männer waren die lange Strecke im Auto mitgefahren und hatten dann den Ballon wieder nach Deutschland transportiert. Auch die Söhne der beiden Ballonfahrer beteiligen sich schon an den Unternehmen. Benjamin Eimers ist bereits in die Fußstapfen seines Vaters Wilhelm gestiegen, der früher viele Jahre mit dem Vogteier gefahren ist. Matthias Zenges jüngerer Sohn könnte auch seinem Vater nachfolgen.