Bester Deutscher ist aktuell Luc Ackermann

München, 25. April 2015: Nach dem spektakulären Champions League Einzug des FC Bayern München unter der Woche, stand München erneut im Fokus der internationalen Sportwelt. In der Olympiahalle München trafen sich am Samstag 11 der besten Freestyle Motocross Sportler der Welt zur fünften Runde der FMX Europameisterschaft. Mit Hannes Ackermann, Lukas Weis und Luc Ackermann stellten sich drei Deutsche der internationalen FMX Elite im Kampf um die Finalplätze. Leider schaffte es keiner von ihnen in die Endrunde. Hannes Ackermann verpasste als Siebenter die nächste Runde knapp. Luc Ackermann, als größte deutsche Hoffnung gestartet, unterrotierte den 360 und musste aus 10 Meter Höhe vom Bike springen. Aber auch andere Fahrer hatten Probleme mit ihren Runs. Libor Podmol konnte sich grippegeschwächt mit ach und krach ins Finale retten. David Rinaldo begann seinen Qualifikationsrun gar mit einem Deadsailor, rettet sich dann aber mit seinen Kombotricks und einem zusätzlichen Sprung noch ins Finale.

Luc AckermannLediglich Rob Adelberg, Brice Izzo und Maikel Melero fuhren mit gewohnter Sicherheit und holten sich die Finalplätze. Die größte Überraschung war aber Leonardo Fini. Nach seinem Horrorcrash von Basel zeigte der Italiener spektakuläre neue Tricks und flog in sein erstes NIGHT of the JUMPs Finale überhaupt.

Die Deutschen Fans sollten aber doch noch jubeln können. Trotz seines 360 Crashs ging Luc Ackermann im Lifeproof Best Whip an den Start. Gemeinsam mit Lukas Weis schalteten die beiden mit Hammer Whips erst die beiden Italiener aus. Dann battelten sich beide um den Sieg. Luc Ackermann, der heute im FC Bayern Trikot an den Start ging, konnte Zuschauer und Judges mit krassen Whips überzeugen und holte sich den Sieg.

Nach der Pause riss der MAXXIS Highest Air die beinahe 8.000 Münchener von den Sitzen. Leider musste der Lokalmatador Lukas Weis als erster den Dienst quittieren. Der Führende in der Highest Air WM Jose Miralles und der vielfache Weltmeister Massimo Bianconcini machten den Sieg unter sich aus. Schlussendlich konnte aber der Italiener wieder einmal den Sieg mit übersprungenen 8,50 Metern einfahren.

Damit waren die Zuschauer für das Finale entsprechend aufgepeitscht. Erster Starter war Brice Izzo, der sich in der Endrunde noch steigern konnte und mit seinem Lauf sogar auf das Podest sprang. Libor Podmol und Leonardo Fini hingegen hatten Fehler in ihren Runs und spielten darum keine Rolle in der Vergabe um die Podiumsplätze. Rob Adelberg fuhr einen super sauberen Run ohne Fehler und wurde von den Zuschauern schon als Sieger gefeiert. Doch der Australier sollte noch abgefangen werden.

Der Kampf um den Sieg tobte zwischen Maikel Melero und David Rinaldo. Der Franzose zeigte zwar keinen seiner Body Varial Variationen und ließ auch viele seiner Flip-Kombinationen aus. Er sprang allerdings mit dem Double Hartattack, den Onehand Takeoff Seatgrab Flip über die Kicker Rampe und seinem Mase Twist Hartattack einen guten Run, der aber normalerweise nicht für den Sieg gereicht hätte. Melero zeigte mit dem Flair und dem Doublegrab Flip und klar den besseren Run, kam allerdings im Double Up bei seiner California Roll zu kurz, landete im Nose Wheelie und drehte im Anschluss noch einen lupenreinen 360 im Dirt, bevor er einen Abflug machte. Damit stand Rinaldo als Sieger des Münchener EM-Laufes fest.

Die Führung in der Europameisterschaft hält nach wie vor Remi Bizouard inne. Er liegt mit 74 Punkten noch hauchdünn vor Maikel Melero (73 Punkte). Bester Deutscher ist aktuell Luc Ackermann auf Position 5 (55 Punkte).

Das Finale der Europameisterschaft steigt am 12./13. Juni in der o2 World Hamburg. Mit der NIGHT of the JUMPs geht es am 23. Mai weiter. Dann geht es zur siebenten Runde der FIM Freestyle MX World

Championship in die Stierkampfarena in Jerez (Spanien).

König der Lüfte

Oliver Franke