Es ist wieder „Saure Gurken-Zeit“ in der Vogtei

Nicht Langsamkeit sondern Hochbetrieb bedeutet diese Zeit für die Firma Hainich Konserven GmbH in Niederdorla. Tonnenweise werden die auf 42 Hektar angebauten Gurken verarbeitet. Obwohl der größte Teil der Kirschen und Gurken geschafft ist, gibt es keine Pause. Im September geht es weiter mit der Verarbeitung von täglich etwa 100 Tonnen Weißkraut zu Sauerkraut.

Die Gurkenproduktion stellt die Techniker fast täglich vor neue Herausforderungen, denn es werden 17 verschiedene Produkte hergestellt.

In diesem Jahr werden täglich über 100 Tonnen Gurken zur Verarbeitung angeliefert. das sind vier bis fünf Millionen Gläser verschiedener Geschmacksrichtungen.

Etwa 200 polnische Erntehelfer wurden als Saisonkräfte angestellt.

Einige Probleme gibt es durch die diesjährigen Ferientermine, weil Mitarbeiter auch während der Schulferien gern Urlaub machen möchten.

Flexibilität ist gefragt, auch weil die Erntezeiten der verschiedenen Gemüsearten immer mehr zusammenrücken. Nicht nur Kirschen, Gurken und Kraut werden verarbeitet sondern auch Sellerie und rote Bete.

Im Winter sorgt die Produktion von Konfitüren dann für die Vollbeschäftigung.

Infolge der Einführung des Mindestlohns wurden manuelle Tätigkeiten durch Maschinen ersetzt. Dazu war eine Investition von einer Million Euro notwendig. Leider musste sich die Firma dadurch auch von langjährigen Mitarbeitern trennen. Das sei notwendig wegen des Kostendrucks auf dem Absatzmarkt.

Die polnische Stammbelegschaft ist für sechs Monate sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Über den Absatz der 20 verschiedenen Produkte könne man sich nicht beklagen. Mittlerweile gibt es ausser deutschen Handelsketten auch Abnehmer aus dem Ausland wie Spanien oder gar die Mongolei.

Vgl. Thüringer Allgemeine