Zusteller wirbeln für die allerorts erwartete Weihnachtspost (TA)

Hochbetrieb herrscht in diesen Tagen im Zustellstützpunkt der Deutschen Post im Mühlhäuser Gewerbegebiet An der Trift

Mühlhausen. Leicht beunruhigt sind die verantwortlichen Damen im Zustellstützpunkt derDeutschen Post im Gewerbegebiet An der Trift in Mühlhausen, wenn sich jetzt ein Lastzug aus dem Paketzentrum Erfurt-Nohra verspätet. Dann werden nicht nur TeamleiterinKerstin Oberreich und Coach Elke Schmidt etwas nervös, sondern auch die 36 wartenden Zusteller.Bevor die Postboten morgens die Frachthalle „An den Wiesen 10“ am MühlhäuserStadtrand verlassen können, sortieren sie etwa eineinhalb Stunden lang wie die Bienchen Briefe, Karten, Päckchen und Pakete. Dann schwirren die gelben Autos sternförmig in alle Richtungen hinaus aufs Land.Beim Team 1 beispielsweise, das für den Postleitzahlenbereich 99986 und damit fürKammerforst und Langula zuständig ist, sind Ute Mainzer und Gudrun Orschel fleißig am Wirbeln und sortieren ihre Sendungen straßenweise in sogenannte Verteilspinde vor. Während ihre Arbeit flink und fast im Unterbewusstsein von den Händen geht, wird zwischendurch kurz mit den Nachbarinnen geplaudert.

So sind auch Bärbel Hesse, Gabi Thormann, Heike Hesse und die Ausbildende Theresa Varsbotter hin und wieder zu einem Scherz in der Morgenstunde aufgelegt, ehe sie nach der Eingangssortierung ihre Weihnachtspost zu den Kunden nach Seebach, Höngeda, Bollstedt, Großengottern und Altengottern bringen.

Zwei- bis Dreifaches Aufkommen als sonst

„Die Zusteller werden von allen in der Weihnachtszeit erwartet“, macht Martina Netz als zuständige Betriebsleiterin deutlich. In der Vorweihnachtszeit habe man mitunter das Zwei- bis Dreifache des normal üblichen Aufkommens zu bewältigen. Durch den zunehmenden Internethandel sind ohnehin immer mehr Pakete zu befördern.Als Paketzusteller sollte man auch ordentlich Kraft in den Armen haben. Die Post liefert nämlich Pakete bis 31,5 Kilogramm aus. „Das müssen auch unsere Frauen ganz schön zupacken“, betont Elke Schmidt. Als reine Paketzusteller wiederum sind Danny Breitbarth,Marcel Neubauer und Roberto Ohnesorge im Stadtgebiet von Mühlhausen auf Achse. Sie haben ihre Transporter an einer anderen Ecke des Zustellstützpunktes 40 in Mühlhausenangedockt.Auch bei den drei jungen Männern läuft die Arbeit wie am Schnürchen. Immer haben sie ihre Scanner griffbereit, denn die Paketsendungen müssen an jeder Übergabestation für die Sendungsnachverfolgung im Internet exakt erfasst werden.

Umdisponieren und hier und das eine zweite Zustelltour organisieren mussten Kerstin Oberreich und Elke Schmidt beispielsweise am Montag, als ein Lastzug mit Paketen mit mehr als einer Stunde Verspätung in Mühlhausen angekündigt wurde. Dies wirbelte natürlich den ganzen Tagesablauf etwas durcheinander und ließ Elke Schmidt die Stirn leicht runzeln. „Elke, es ist Weihnachten“, ermunterte Martina Netz ihre Kollegin. Andererseits könnte die Arbeit der Postboten sehr erleichtert werden, wenn die Kunden ihre Briefkästen gut beschriftet hätten, appelliert die Betriebsleiterin.

Dass die Kunden insgesamt dankbar und freundlich über jedes Päckchen und jede Weihnachtskarte sind, kann die Zustellerin Ute Mainzer für ihre Leute in Kammerforst undLangula sagen. Sie und alle Beschäftigten der Post müssen heute und morgen nochmals kräftig durchatmen, damit zu Heiligabend alle Pakete, Briefe und Karten beim Empfänger sind.Während der Zustellstützpunkt im Mühlhäuser Gewerbegebiet Teile der Kreisstadt und nahezu dem gesamten Altkreis Mühlhausen beliefert, ist der Zustellstützpunkt in der Gartenstraße für das Stadtgebiet Mühlhausen zuständig. Der größte Teil der Gemeinde Südeichsfeld bekommt die Post aus Treffurt.

Reiner Schmalzl / 23.12.15 / TA