Neuer Bürgermeister für Kammerforst: Nur ein Kandidat bewirbt sich

Über viele Jahre war Manfred Kollascheck Bürgermeister der Gemeinde Kammerforst. Nach der Gemeinderatswahl möchte er seinen Posten an einen Jüngeren abgeben. Einziger Kandidat ist der 40-jährige Christian Konkel. Seit fünf Jahren ist der studierte Betriebswirt für die „Bürgerinitiative Zukunft Kammerforst“ im Gemeinderat.

Die Gemeinde hatte sich durch den Bau des Gasthauses am Reckenbühl übernommen. Da sich das Gebäude auf dem Gelände der Gemeinde befindet, hatte diese für die Erschließung aufzukommen. Nach längerem Leerstand musste das Gebäude bei einer Versteigerung unter Wert abgegeben werden. Trotz der prekären Finanzsituation will sich der Kandidat für die weitere Verbesserung der Lebenssituation in dem Hainichdorf einsetzen. Für den Festplatz am Obergut sind neue Sanitäranlagen geplant. Christian Konkel will bei allen Vorhaben die Eigeninitiative der Bürger und die ansässigen Vereine einbeziehen. Fördermittel sind ebenfalls eine große Hilfe. Wenn der alte Konsum verkauft werde, sei das eine Möglichkeit „Geld in die Kassen spülen“. Dass man sich einer Landgemeinde anschließen müsse, ist der Kandidat überzeugt. Ob es die Vogtei oder die Gemeinde Unstrut-Hainich wird noch nicht entschieden.

Konkel zeigt sich optimistisch, das Dorf „zukunftsfähig zu machen“. Viele wissen nicht, dass es hier so schön ist. Das müsse man bekannt machen. Der Kandidat hofft auf die große Mehrheit der Stimmen. Schon sein Urgroßvater Emil Stoll war in den 50er und 60er Jahren Bürgermeister in Kammerforst.