In der Vogtei bewerben sich 36 Kandidaten um 16 Sitze im Gemeinderat

Fünf Wahlen stehen an am Sonntag, dem 26. Mai, in den drei Vogteidörfern. Für die Vogtei direkt wichtig: Gewählt werden die Mitglieder des Gemeinderats der Gemeinde Vogtei, die Ortschaftsräte der drei Dörfer und die Ortschaftsbürgermeister. Durch den Zusammenschluss der drei Vogteigemeinden im Jahr 2013 wurden aus den drei Dörfern drei Ortschaften.

Die Kandidaten für den Gemeinderat haben sich in drei Listen geordnet. Die Listen heißen Bürgerliste Vogtei, Freie Wähler Vogtei und Liste der SPD. Insgesamt möchten 36 Vogteier Mitglieder des Gemeinderates werden.

Die Listen heißen amtlich „Wahlvorschläge“. Wir bleiben im Text bei „Listen“.

Die SPD-Liste umfasst sechs Kandidaten. Darunter finden sich vier Kandidaten aus Niederdorla, einer aus Langula und einer aus Oberdorla.

Für die Freien Wähler treten neun Kandidaten an. Alle kommen aus Langula.

Auf der Bürgerliste Vogtei stehen 27 Kandidaten. Aus Oberdorla kandidieren 21, vier aus Niederdorla und zwei aus Langula.

Verteilung der Kandidaten auf Ortschaften

Verteilung der Kandidaten auf die Ortschaften

Verteilung der Kandidaten auf die Ortschaften

In Langula können 819 Wahlberechtigte ihre Stimme abgeben, in Niederdorla 1173 und in Oberdorla 1873. Wahlberechtigt ist unter anderem, wer am Tag der Wahl 16 Jahre alt ist und seinen Hauptwohnsitz in der Vogtei hat. Die Kandidaten wurden daraufhin vom Wahlausschuss geprüft.

Verhältnis der Wahlberechtigten in den drei Ortschaften

Wird jemand gewählt und nimmt die Wahl nicht an, dann rückt in der eigenen Liste der Kandidat nach, der die nächst höchste Stimmenzahl hat. Wenn niemand mehr auf der Liste steht, der das nachweisen kann, verliert die Liste diesen Platz.

Nach der Auszählung der Stimmen wird die Gesamtzahl der abgegebenen gültigen Stimmen ins Verhältnis gesetzt zur Stimmenzahl je Liste. Dann wird geschaut, wer in den einzelnen Listen wie viele Stimmen bekommen hat. Das Verhältnis der abgegebenen Stimmen je Liste soll sich im Gemeinderat widerspiegeln. Deshalb nennt man das Verfahren auch Verhältniswahlrecht.

Das Verfahren, das in der Vogtei in den meisten Fällen angewendet wird, heißt Hare-Niemeyer-Verfahren. Die Anwendung dieses Verfahren wird per Satzung festgelegt. Es gibt auch andere Verfahren. Alle sind kompliziert. Das Gesetz, in dem alles geregelt ist, heißt: Thüringer Gesetz über die Wahlen in den Landkreisen und Gemeinden (Thüringer Kommunalwahlgesetz - ThürKWG -) Link zum Gesetz

„In der Gemeinde Vogtei sind am Tag der Wahl 31 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer im Einsatz“, sagte der Wahlleiter der Vogtei Torsten Hartmann.

Ebenfalls am 26. Mai wird ein neuer Kreistag gewählt. Hier gilt das selbe Wahlgesetz, wie für die Wahlen zum Gemeinderat, der in einer Stadt Stadtrat heißt. Viele Vogteier bewerben sich um einen Sitz im Kreistag.

Dazu kommt noch die Europa-Wahl. Gewählt werden die Mitglieder des Parlaments der Europäischen Union.

Für diesen Artikel wurden Angaben des Einwohnermeldeamtes und des Wahlleiters genutzt.

Michael Zeng
Vogteizeitung.de