Oberdorla wird im kommenden Jahr zur Tempo-30-Zone

Verwaltungsgemeinschaft Vogtei (Unstrut-Hainich-Kreis). Beschränkungen sind für große Teile des Dorfes geplant. Am Platz des ehemaligen Hauses der Dienste könnte neu gebaut werden.

Südwestlich von Mühlhäuser Straße und Heyeröder Straße soll die Geschwindigkeit beschränkt werden.

Die Idee dazu sei schon mehrere Jahre alt, sagte Vogtei-Bürgermeister Winfried Bötticher (SPD) vor dem jüngsten Gemeinderat. Mit "Tempo 30" entfallen alle Vorfahrtsschilder, gilt rechts vor links. Auch wenn Kosten im mittleren vierstelligen Bereich auf die Gemeinde zukommen - Bötticher verspricht sich davon zu sparen. Immerhin müssten auch einige der aktuellen Schilder ausgetauscht; sie entsprechen nicht mehr den Vorschriften. Ausgangspunkt der Überlegungen sei die viel - und zuweilen auch recht schnell - befahrene Bahnhofstraße gewesen. Die wird ab Ende des Monats zwischen Anger und Mühle grundhaft ausgebaut. Die Aufträge dazu vergab der Gemeinderat an die Firma Universalbau.

Das kostet die Gemeinde 278.000, die Gemeindewerke für Kanalbauarbeiten 171.000 Euro. Damit verbunden ist auch der Abriss des Hauses der Dienste (unsere Zeitung berichtete). Von der ursprünglichen Absicht, auf der entstehenden Freifläche einen Platz zu gestalten, rückt die Verwaltung der Landgemeinde inzwischen ab. Geplant ist stattdessen, dort wieder neu bauen zu lassen. Die Idee: In vielen Häusern in den Ortszentren der drei Vogtei-Gemeinden leben Alleinstehende, denen die Häuser zu groß geworden sind. Ihnen sind die durchschnittlich 50 Quadratmeter großen Wohnungen in dem Neubau zugedacht. Im Gegenzug würden Häuser frei, für die es bereits junge Interessenten gebe. Die Gemeinde selbst könne den Bau nicht finanzieren, sagt Winfried Bötticher. Wie man es auch versucht habe, es sei eine Deckungslücke geblieben. Man habe einen Bauträger gefunden - auch eine bereits zweistellige Zahl von Vogteiern, die sich vorstellen kann, die Wohnungen im Neubau an der Bahnhofstraße zu kaufen und dann wieder zu vermieten. "Derzeit werden die Planungen aufgestellt, das Projekt muss aber noch mit der Denkmalpflege abgestimmt werden", meint Winfried Bötticher.

Claudia Bachmann / 04.09.14 / TA