Bürgerinitiative Vogtei hofft auf neues Gesetz gegen Fracking

Niederdorla (Unstrut-Hainich-Kreis). Auf einen solchen Satz hatten die Vertreter der Bürgerinitiativen (BI) gegen das Fracking gehofft. Als einer der Sprecher der BI Vogtei konnte Michael Zeng der Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) am gestrigen Donnerstag Mittag in Niederdorla entlocken:

Ihr Ministerium wolle die Auflagen so gestalten, dass das umstrittene Fracken von Erdgas nahezu unmöglich wird. "Dazu braucht es aber noch eine Abstimmung mit dem Bundeswirtschaftsministerium und die Zustimmung des Bundestags." Zudem sollten die Länder die Möglichkeit bekommen, den Umgang mit Fracking selbst zu regeln.

Lutz Kromke, der ebenfalls der BI Vogtei angehört, und Uwe Karmrodt aus Oberdorla machten zudem gegenüber unserer Zeitung deutlich, dass sie weiterhin eine Änderung des Bundesbergrechts fordern - auch wenn das kanadische Unternehmen BNK seine Absichten, in der Region nach Gas zu fracken, zurückgestellt hat (unsere Zeitung berichtete). Die Gefahr sei noch nicht verbannt. Kromke hatte für Hendricks einen offenen Brief vorbereitet, in dem er eine Novellierung des Bundesbergrechts bezogen aufs Fracking fordert und dazu auch 9 Vorschläge unterbreitet. Unterzeichnet ist das Papier nicht nur von den Vogteiern, sondern auch von der BI Fahner Höhe und den Vertretern der BI gegen Tiefengeothermie Meiningen.

Auf einen ähnlichen offenen Brief vor zwei Jahren an den damaligen Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) habe es keinerlei Reaktion gegeben, wurde kritisiert. "Wenn ein anderes Unternehmen mit der Absicht kommt zu fracken, wird es zwangsläufig wieder ein Genehmigungsverfahren geben. Zudem sehen wir die Gefahr, dass Fracking durch die Hintertür der Freihandelsabkommen wieder möglich wird", meint Uwe Karmrodt. Empfangen wurde die Bundesministerin am Mittelpunkt Deutschlands, dann ging es auf das Ausstellungsgelände am Opfermoor Vogtei. Dort blieb sie weitgehend unerkannt. Dann wurde die Tour fortgesetzt im Wildkatzendorf Hütscheroda.

Claudia Bachmann / 29.08.14 / TA