Niederdorla

zur Geschichte

Im Süden des Unstrut-Hainich-Kreises, unmittelbar an der Straße von Mühlhausen in Richtung Eisenach, findet man linkerhand die Ortschaft Niederdorla. Niederdorla ist die zweitgrößte Ortschaft der Gemeinde Vogtei. Im Jahre 1223 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Bei einem Landverkauf wird als Zeuge ein "Ludwig aus Niederdorla" genannt.

 

Sehenswert im Ort sind unter anderem die St. Johannes Kirche, 1772 nach einem Brand wieder neu aufgebaut, das Fickentor, einer der letzten noch erhaltenen Dorftore in Thüringen sowie der Dorfanger, auf dem noch immer jedes Jahr die traditionellen Feste der Vogteier gepflegt werden.

  

 

 

Lohnenswert für die Touristen ist ein Besuch des Ortes zu Pfingsten und Kirmes. An diesen Tagen pflegen die Einwohner des Ortes noch die überlieferten Bräuche ihrer Vorfahren. Drei alte Fachwerkhäuser, Wohnhaus Hauptstraße - Ecke Steinstraße 1581 erbaut, Sperlingsstraße 17 - 1780 erbaut und das Deutschordenritterhaus in der Herrenstraße Nr. 2 sind sehr gut erhalten.

 

  

 

 

Wie durch Zufall geschah es, dass am Ortsrand des Dorfes im Oktober 1990 der Mittelpunkt Deutschlands festgestellt wurde. Im Februar 1991 erfolgte die Pflanzung einer Kaiserlinde am Mittelpunkt. Es ist nun schon zur Tradition geworden, dass jedes Jahr ein Fest am Mittelpunkt veranstaltet wird. Angrenzend am Mittelpunkt liegt das Opfermoor, einst eine bedeutende Kultstätte der Kelten und mehrerer germanischer Stämme. Zahlreiche Heiligtümer wurden durch mehrjährige Ausgrabungen entdeckt, welche im Ausstellungsgebäude "Opfermoor" zu sehen sind. Ein Stausee südlich von Niederdorla dient als Erholungsgebiet.